Einige Tage sind nun nach dem letzten Blog vergangen und in der Zwischenzeit haben wir auf Koh Rong die Seele baumeln lassen und sind nun an unserer letzten Station vor Vietnam angekommen: Kampot. Da uns Kambodscha so gut gefällt, haben wir uns entschieden noch ein bisschen länger zu bleiben. Nach kurzer Recherche haben wir uns für Kampot entschieden, da es direkt am Fluss und auf dem Weg nach Vietnam liegt. Nach einer action-reichen Speedboat Fahrt und 3 Stunden in einem Bus, der fast auseinander fiel, erreichten wir sehr erschöpft unser Gasthaus in Kampot. Wir waren gegen 17 Uhr angekommen und konnten noch den wunderschönen Sonnenuntergang genießen.

Für den nächsten Tag haben wir uns ordentlich was vorgenommen: Als erstes stand bei uns eine Höhle auf der Tagesordnung. Da diese ein wenig entfernt ist, haben wir uns einen Roller für den Tag gemietet. Kaum waren wir aus Kampot draußen, führte uns der Weg durch weite Felder und kleine einheimische Dörfer. Die Landschaft war atemberaubend, nur konnten wir diese nicht ganz genießen, da wir alle paar Sekunden fast vom Roller gefallen wären, so hügelig war der Weg.

(Das ist noch ein besserer Weg-Abschnitt)
Was uns direkt positiv auffiel, ist das die Einheimischen (Khmer) alle super freundlich sind, vor Allem die kleinen Kinder freuen sich einen zu sehen, winken einem zu, sagen hallo oder fragen woher man kommt. Nach einer dreiviertel Stunde sind wir dann an der Höhle angekommen. Die Höhle kann man kostenfrei besichtigen und es führen einen einheimische Kinder kostenlos durch und um die Höhle. Uns hat ein Mädchen, so um die 12 Jahre alt, die Höhle gezeigt. Erst sind wir von außen rauf geklettert. Von Oben hatte man einen super Ausblick auf die Felder (leider vergessen ein Foto zu machen).

Danach ging es ins Innere der Höhle. Das Mädchen ging mit einer Taschenlampe voraus und zeigte uns Steinformationen, die wie Elefanten, Krokodile oder wie ein Schwein aussahen. Jetzt führte Sie uns tiefer rein und es begann eine Klettertour, die nicht ganz ungefährlich war. Es wurde zum Teil echt eng, es war sehr dunkel und man brauchte viel Mut, da es zum Teil tief runter ging. Nach 30 Minuten Kletterakrobatik gelangten wir komplett durchgeschwitzt zum Ausgang der Höhle und wenn ich ‚wir‘ meine, dann meine ich Joana und mich, denn für das Mädchen war es komplett normal mit Flip Flops durch eine Höhle zu klettern, ohne dabei zu schwitzen.


Mit dem Roller ging es dann noch weiter auf eine Pfefferplantage, wo wir eine kostenlose Führung mitmachten. Der Guide führte uns durch die Plantagen, erzählte uns etwas über die Geschichte und den Anbau des bekannten Kampot-Pfeffers.




Danach durften wir noch die verschieden Pfeffersorten probieren. Die Tour war wirklich sehr schön und zum Abschluss haben wir noch ein bisschen Pfeffer gekauft und uns ein Schokoladen-Pfeffer-Eis gegönnt, welches überraschend gut geschmeckt hat.

Auf dem Rückweg sahen wir wieder einen wunderschönen Sonnenuntergang.

Kampot ist ein sehr faszinierender Ort. Wenn wir Mittags in unserem Zimmer sind und die Balkontüren öffnen, weht ein angenehmer Duft aus den umliegenden Kaffee-Röstereien ins Zimmer. Ein besseren letzten Ort in Kambodscha hätten wir uns nicht aussuchen können. Aktuell treffen wir unsere letzten Vorbereitungen für Vietnam und genießen bis Montag noch die Zeit in Kambodscha.