Nach schönen 3-4 Wochen in Kambodscha geht für die Reise weiter ins nächste Land, nach Vietnam. Doch es gab ein Problem: Joanas E-Visum war nach 8 Tagen immer noch nicht angekommen ( meins war nach 12 Stunden bereit zum ausdrucken) und der Service hat auf Anfragen auch nicht geantwortet. Zum Glück sind wir deutsche Staatsbürger und können 15 Tage visafrei in Vietnam einreisen und das auch noch kostenlos, was Joana dann auch in Anspruch genommen hat. Jetzt gab es für uns 2 Möglichkeiten: entweder wir bleiben nur 2 Wochen in Vietnam, buchen unseren Flug um, den wir im Voraus gebucht haben und bereisen Vietnam mit Bus und Zug oder wir hoffen, dass Joanas E-Visum noch ankommt und wir das bei der Einwanderungsbehörde in Ho-Chi-Minh noch ändern können. Aber erstmal hieß es Busfahren! Insgesamt waren wir knapp 14 Stunden unterwegs, von Kampot bis nach Ho-Chi-Minh, mussten 4 mal umsteigen, oft warten, ohne zu wissen wann und wie es weiter geht. Letztendlich fuhren wir von Ha Tien, einem Ort knapp hinter der vietnamesischen Grenze mit einem mehr oder weniger gemütlichen Sleeping Bus bis wir das Ziel nach 9 Stunden Fahrt erreichten.

Am nächsten Morgen dann eine schöne Nachricht: Joanas E-Visum ist da und die erste Frage die uns in den Sinn kam war warum nicht einen Tag früher? Denn so mussten wir jetzt zur Einwanderungsbehörde fahren, wo wir zur nächsten Einwanderungsbehörde geschickt worden sind. Dort angekommen gelangten wir an den Schalter einer Dame, die nicht vertsand, was wir wollten. Wir füllten irgendein Antragsformular aus und sollten am nächsten Tag nochmal wieder kommen. Unsere Laune war im Keller, weil wir eigentlich nur einen neuen Stempel brauchen, da Joana ja ein gültiges Visum hat. Am nächsten Tag also nochmal hin, sind an einen anderen Schalter gegangen mit einem kompetenten jungem Mann, dem wir das dann nochmal erklärt haben. Nach 2 Minuten Wartezeit konnten wir den Pass mit neuem Stempel wieder abholen und mussten nichts drauf Zahlen oder gar ein neues Visum beantragen. Wir waren wieder sehr glücklich, denn wir können unsere Reise, wie geplant fortsetzen. Wir haben uns natürlich auch ein bisschen Ho-Chi-Minh (vormals Saigon) angeschaut und einen Markt besucht. Unser erster Eindruck: Laut, dreckig, eng und hektisch, aber die Stadt auch einige schöne Ecken mit netten Parks und Einkaufszentren.



Am Freitag verlassen wir Ho-Chi-Minh wieder. Unsere Reise geht jetzt mit einem Motorroller weiter, den wir uns hier für einen Monat gemietet haben und in Hanoi wieder abgeben. Wir werden also den ganzen Weg vom Süden bis in den Norden Vietnams mit dem Motorroller fahren. Für uns ist es wirklich ein Highlight, da wir hoffen, so am meisten von dem Land sehen zu können. Es wird ein großes Abenteuer und wir sind gespannt auf die nächsten Wochen!